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Republik Korea (Südkorea)

Koreanische Großunternehmen wollen 2016 mehr investieren


Die großen koreanischen Unternehmensgruppen ("Chaebols") wollen trotz der relativ dürftigen konjunkturellen Entwicklung ihre Investitionen im Jahr 2016 ausweiten. Vor allem die Anlageinvestitionen sollen erhöht werden, während der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) stagniert. Auch sehen Firmenvertreter die nähere Zukunft mit gemischten Gefühlen: Mit einem Aufschwung in Korea (Rep.) wird frühestens 2017 gerechnet. Derweil treiben die Großunternehmen Umstrukturierungen voran.

Die 30 größten koreanischen Unternehmen wollen ihre Investitionen 2016 um 5,2% auf 122,7 Bill. Won (etwa 97,6 Mrd. Euro; 1 Euro = rund 1.257 Won; im Jahresdurchschnitt 2015) nach oben schrauben. Einer Umfrage des Industrieverbands FKI (Federation of Korean Industries) zufolge wollen dabei 18 Konglomerate ihre Engagements im Vergleich mit dem Vorjahr ausweiten, drei der Chaebols in etwa die gleiche Summe wie 2015 investieren und neun Firmen ihre Mittelaufwendungen zurückfahren.

Vor allem die Anlageinvestitionen sollen überdurchschnittlich um 7,1% auf 90,9 Bill. Won beziehungsweise fast 75% der Gesamtsumme erhöht werden. Engagements im Bereich Forschung und Entwicklung werden den Planungen zufolge jedoch auf einem Niveau von 31,8 Bill. Won stagnieren.

Im vergangenen Jahr gaben die 30 befragten Unternehmen insgesamt 116,5 Bill. Won für die Ausweitung ihrer Produktionseinheiten aus, was knapp 93% der ursprünglich anvisierten Summe von 125,9 Bill. Won entsprach. Nach Einschätzung von FKI-Verantwortlichen in der lokalen Presse war dies auf verschiedene Probleme im Jahresverlauf zurückzuführen, wie unter anderem den Ausbruch der Krankheit MERS (Middle East Respiratory Syndrome) Mitte 2015 und das nachlassende Wachstum in der VR China.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest