Branchengigant Posco richtet sich neu aus / Importe zuletzt stark rückläufig / Von Alexander Hirschle
Seoul (GTAI) - Die koreanische Produktion von Stahl ging in den vergangenen beiden Jahren zurück und soll auch 2017 leicht nach unten zeigen. Die Krise des lokalen Schiffbaus führte zu einer rückläufigen Nachfrage nach Stahlerzeugnissen; diese konnte auch nicht durch den boomenden Bausektor ausgeglichen werden. Noch stärker brachen die Im- und Exporte von Stahl ein. Posco plant trotz des schwierigen Umfelds hohe Investitionen und will sich stärker in Richtung Digitalisierung der Fabriken orientieren.
Der größte koreanische Stahlhersteller, Posco, plant bis 2019 Investitionen von 2,5 Bill. Won (circa 1,9 Mrd. Euro; 1 Euro = rund 1.284 Won; im Jahresdurchschnitt 2016), um seinen Umsatz zu verdoppeln und neue Wachstumsfelder zu erschließen. Rund 1 Bill. Won soll dabei in die Modernisierung und Optimierung seiner Fabrik "Pohang Steel Mill" fließen. Der Startschuss für das Projekt wurde Ende Februar 2016 gegeben. Der größte Teil dieser Ausgaben mit 370 Mio. Won ist dabei für die Ausbesserung eines Hochofens vorgesehen.
Im Zuge der Modernisierung soll die Kapazität des Hochofens weiter nach oben geschraubt werden und die Konkurrenzfähigkeit von Posco ein Jahr vor dem 50jährigen Firmenjubiläum erhöht werden. Die restlichen Mittel sollen in den Ersatz veralteter Anlagen und in die Erhöhung der Kapazitäten zur Energieerzeugung fließen, wobei keine konkreten Angaben über die Verteilung der Summe verlautbart wurden.


