Einfuhren legten im 1. Halbjahr zweistellig zu / Importanteil Deutschlands ging zurück / Von Alexander Hirschle
Seoul (GTAI) - Nach zwei Jahren mit schwachen Zahlen ist der koreanische Außenhandel im 1. Halbjahr 2017 auf einen steilen Erholungspfad eingebogen. Die Exporte stiegen nach Angaben des Verbandes KITA (Korea International Trade Association) nominal auf US$-Basis um 15,8% im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum. Die Importe zogen sogar um 21,3% an. Besonders dynamisch sollen sich im Gesamtjahr 2017 die Einfuhren von Displays entwickeln, rückläufig sollen hingegen die Kfz-Importe sein.
Die Importe von Korea (Rep.) schossen in den ersten sechs Monaten 2017 um 21,3% auf 234 Mrd. US$ in die Höhe. Noch im Vorjahr hatten die Einfuhren ein Minus von 6,9% verbuchen müssen. Der neue Importboom wurde angeführt von stark zunehmenden Rohstoffeinfuhren. So zogen die Bezüge von Erdöl und -produkten im 1. Halbjahr 2017 um fast 50% im Vergleich mit der Vorjahresperiode an. Ebenso zeigten die Gasimporte um 34%, die Einfuhren von Eisen und Stahl um fast 31% sowie die von Kohleprodukten um mehr als 100% nach oben.
Die Einfuhren von Maschinen für besondere Zwecke stiegen in einer ähnlichen Größenordnung. Die Importe von elektrischen Maschinen legten ebenfalls überdurchschnittlich um knapp 26% zu, die von Mess- und Kontrollgeräten sogar um 36%. Rückläufig zeigten sich hingegen die Einfuhren von Straßenfahrzeugen (-6%).


