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Republik Korea (Südkorea)

Koreanischer Schiffbau auf der Suche nach neuen Ufern


Branchenoutput soll 2017 um mehr als 12% zurückgehen / Im weltweiten Vergleich nur noch auf Platz drei / Von Alexander Hirschle

Seoul (GTAI) - Der Schiffbau in Korea (Rep.) blickt auf ein düsteres Jahr 2016 zurück. Das einstige Rückgrat der koreanischen Industrie musste nach Schätzungen der Entwicklungsbank KDB (Korea Development Bank) 2016 einen exorbitanten Einbruch bei der Auftragsmenge um fast 83% auf nur noch 1,8 Mio. CGT hinnehmen. Auch die Im- und Exporte sowie die Produktion der Branchenfirmen gingen deutlich zurück. Die Prognosen für 2017 lassen weiterhin unruhiges Fahrwasser für den koreanischen Schiffbau erwarten.

Die drei größten koreanischen Schiffbauer konnten 2016 im Schnitt nur 15% ihrer zu Jahresanfang angepeilten Ziele erreichen. So gewann Hyundai Heavy Industries im Jahresverlauf nur Aufträge im Wert von 4,4 Mrd. US$, nachdem man im Januar 2016 noch von fast 20 Mrd. US$ ausgegangen war.

Nicht entscheidend besser sah die Situation beim Wettbewerber Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering mit realisierten Bestellungen in Höhe von 1,6 Mrd. US$ versus prognostizierten 10,8 Mrd. US$ aus. Samsung Heavy Industries wiederum hatte Bestellungen im Umfang 12,5 Mrd. US$ für das Gesamtjahr einkalkuliert, letztlich aber nur 520 Mio. US$ realisieren können. Für 2017 wurden von den Branchengiganten bisher keine Auftragsziele veröffentlicht.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest