Auch deutsche Medizintechnikanbieter berichten über Erfahrungen mit der öffentlichen Hand / Von Florian Steinmeyer
Mexiko-Stadt (GTAI) - Die Korruption bleibt in Mexiko ein schwieriges Thema für deutsche Unternehmen - worauf sie sich einstellen müssen und wie sie sich verhalten sollten.
Der bisherige mexikanische Präsidenten Enrique Peña Nieto blickt auf eine bewegte Amtszeit zurück. Dies liegt vor allem an den zahlreichen Korruptionsskandalen in den vergangenen sechs Jahren. Er selber war in die Affäre um die Casa Blanca ("Weißes Haus") verwickelt. Gouverneuren seiner Partei PRI und anderer Parteien werden Überweisungen an Scheinfirmen, Unterschlagung und weitere Vergehen vorgeworfen. Zwischenzeitlich waren im vergangenen Jahr 16 amtierende beziehungsweise ehemalige Gouverneure angeklagt oder bereits verurteilt. Auch wenn es sich in einigen Fällen um Politiker aus demselben Bundesstaat handelt, ist dies bei 32 Bundesstaaten ein erstaunlicher Wert.
Der Erfolg des neuen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador, der am 1. Dezember 2018 sein Amt antrat, ist zu einem guten Teil auf die schlechte Korruptionsbekämpfung der bisherigen Regierung zurückzuführen. Im Wahlkampf versprach López Obrador, das Thema kraftvoll anzugehen. Allerdings sind viele seiner Pläne nicht neu und ihre Umsetzung wird Zeit benötigen. Deutsche Unternehmen müssen sich daher weiterhin auf teils schwierige Bedingungen einstellen, vor allem im Geschäft mit öffentlichen Stellen.


