Von Florian Steinmeyer (Januar 2018)
Mexiko-Stadt (GTAI) - Die mexikanischen Produzenten profitieren nur bedingt von den steigenden Kosmetikverkäufen. Grund dafür ist der schwächelnde Peso, der die Ausgangsstoffe verteuert. Während die Kosmetikimporte deutlich zulegten, schwächelten die -exporte. Die Nutzung von Naturkosmetik ist ein wichtiger Trend.
Kosmetikverkäufe steigen?
Für 2017 geht der Branchenverband Canipec davon aus, dass der Kosmetikabsatz in Mexiko um rund 4 Prozent steigen wird und sich damit in etwa so dynamisch wie im Vorjahr entwickelt. Zusammen mit Haushaltsreinigungsmitteln belaufen sich die Verkäufe an Kosmetika 2017 auf rund 10 Milliarden US-Dollar (US$). Damit ist Mexiko der zweitgrößte Markt in Lateinamerika und liegt weltweit an zwölfter Stelle.
Einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Merca2.0 zufolge nutzen knapp 80 Prozent der Mexikaner 2017 regelmäßig Hautpflegemittel. Nur 4 Prozent der Befragten gaben an, keine solchen Produkte zu verwenden. Wichtigster Trend ist die stärkere Nutzung von Naturkosmetik. Vor allem Frauen aus den mittleren und oberen Einkommensklassen geben mehr für entsprechende Schmink- und Pflegeprodukte aus.
Führende Branchenfirmen im Land sind Colgate-Palmolive und Procter & Gamble gefolgt von Loreal und dem mexikanischen Konzern Arabela. Von deutscher Seite betreiben Henkel, Beiersdorf sowie Jafra (Vorwerk-Gruppe) Werke in Mexiko. Jafra ist der größte Player im Direktvertrieb. Die wichtigsten Marken sind MAC, L'Oreal, Maybelline, Mary Kay, Revlon, Clinique und Lancome.


