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Ungarn

Kreditwürdigkeit kurzfristig verbessert


Leitzinssenkung in Sicht / Industriellenvereinigung kritisiert das Wirtschaftsumfeld
Budapest (gtai) - Ungarn konnte Ende Juli 2009 zum ersten Mal seit Bereitstellung der IWF-Zahlungsbilanzhilfen wieder eine Fremdwährungsanleihe begeben. Die Kosten zur Absicherung von Zahlungsausfällen haben sich in kurzer Zeit fast auf die Hälfte reduziert. Analysten erwarten, dass es noch im Juli zu einer Senkung des Leitzinses kommt; der Zins dürfte aber auch danach im EU-Ländervergleich noch immer extrem hoch bleiben (zuletzt 9,5%). Am Wirtschaftsumfeld in Ungarn gibt es scharfe Kritik aus multinationalen Konzernen. (Kontaktanschrift)

Ungarns Interims-Ministerpräsident Gordon Bajnai sieht in der erfolgreichen Platzierung einer neuen Euro-Anleihe durch die Schuldenverwaltung des Landes einen Beweis dafür, dass Ungarn verspieltes Vertrauen hat zurückgewinnen können. Er sieht keine Refinanzierungsprobleme mehr auch nach Auslaufen des aktuellen IWF-Bereitschaftskreditabkommens im Frühjahr 2010. Das Finanzministerium erkennt allenfalls Bedarf an einem kleineren Folgeabkommen. Zur Vorbereitung der Platzierung der Euroanleihe war Ungarns Finanzminister auf einer Roadshow in Frankfurt und London gewesen und hatte großes Interesse festgestellt. Die neue fünfjährige Staatsanleihe war mehrfach überzeichnet. Die Begabe der Anleihe war aus dem Herbst 2009 in den Sommer vorgezogen worden.

 

Quelle: gtai Newsletter