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Vietnam

Markt für Baustoffe in Vietnam bietet ein uneinheitliches Bild


Lokale Hersteller können die Nachfrage nicht decken / Ausländische Anbieter müssen für Qualitätsprodukte werben / Von Stefanie Schmitt Hanoi (gtai) -

Die vietnamesische Bauzuliefer- beziehungsweise Baustoffindustrie bewegt sich 2009 zwischen Höhen und Tiefen. Einerseits treiben öffentliche Aufträge und die Wiederaufnahme gestoppter Privatprojekte die Nachfrage nach Zement und Stahl in die Höhe. Andererseits verzeichneten zum Beispiel Holzfußböden, Fliesen und Sanitärausstattungen in den ersten Monaten Nachfragerückgänge. Mittlerweile sind diese bei Sanitär/Fliesen einem leichten Plus im Vergleich zum Jahresbeginn gewichen. Auch der Absatz von Holzfußböden scheint sich wieder zu erholen.

In vielen Bereichen der Bauzulieferungen ist die vietnamesische Industrie nicht in der Lage, die heimische Nachfrage zu decken. Zwar gibt es für bestimmte Artikel einzelne Fabrikanten mit einem gewissen Renommee, aber insgesamt fehlt es sowohl an Qualitätsherstellern, als auch an Produzenten für das Massengeschäft, die in der Lage sind, mit Konkurrenzimporten aus der VR China mitzuhalten. Bei letzteren handelt es sich nicht allein um Billigware lokaler Provenienz, sondern zum Teil auch um qualitativ ansprechende, preiswerte Produkte von Unternehmen mit ausländischer - auch deutscher - Kapitalbeteiligung und von chinesischen Markenherstellern. Dies gilt zum Beispiel für Fensterrahmen und Profile aus Kunststoff (PVC) oder Aluminium. Zwar beklagen viele Kunden häufig auftretende Schwächen der Importe aus China, besonders mit Blick auf Dichtungsteile, Gummis oder Fittings. Insgesamt sind die eingeführten Produkte jedoch durchaus höherwertiger als das heimische Angebot.

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Dateien:
20090727 gtai _Baustoffsektor Vietnam .pdf