direkte Bereichesauswahl

Spanien

Markthemmnisse im Solarsektor


Genehmigungsverfahren können sich hinziehen, vor allem wenn nicht alle Unterlagen vollständig sind. Defizite im Ausbildungsbereich wirken sich auf die Fachkräftesituation aus.

Von Oliver Idem | Madrid

Regionale Unterschiede erschweren den Überblick

Spanien ist durch eine hohe Eigenständigkeit seiner Autonomen Regionen und teils auch Gemeinden gekennzeichnet. Diese Unterschiede können zu schwierigen Anpassungen an lokale Regelungen führen. 

Brancheninformationen der Anwaltskanzlei Rödl & Partner zufolge werden PV-Anlagen bis 50 Megawatt von den Autonomen Regionen und Anlagen mit höherer Kapazität vom Zentralstaat genehmigt. Die regionalen Behörden sind nach Erfahrung spanischer Projektentwickler meistens schneller. Das Genehmigungsverfahren ist nicht kompliziert und spanische Ingenieure haben oft viel Erfahrung. 

Lokale Baugenehmigungen sind zumeist unkompliziert zu erhalten, zumal die Gemeinden eine Bausteuer in Höhe von drei bis vier Prozent der Gesamtinvestition erhalten. Problematischer kann die Erteilung eines Netzanschlusspunktes werden. Eine geringere Zuteilung als beantragt und ein anderer Netzknoten treiben nicht selten die Anschlusskosten hoch. Zur Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsgenehmigung können sich Hürden vonseiten der Wasserämter oder Kulturschutzbehörden addieren. 

Die Verfügbarkeit von Fachkräften mit Berufsausbildung entspricht in Spanien allgemein nicht immer dem Bedarf der Unternehmen. Entsprechend kann es schwierig sein, geeignete Fachkräfte vor Ort zu finden.  

Quelle: GTAI