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Mexiko

Maschinenbranche in Lateinamerika spürt Konjunkturdelle


Dynamik bei einigen Kundengruppen / Hoffnung auf Rezessionsende in Brasilien
Von Ulrich Binkert

Bonn (GTAI) - Durchwachsen bleibt die Lage für Anbieter von Maschinen in Mexiko, Brasilien, Argentinien, Chile, Kolumbien und Peru. Für deutsche Exporteure entwickelt sich Mexiko derzeit zum zentralen Absatzmarkt, während die Bemühungen um eine Industrialisierung Marktchancen in der gesamten Region schaffen. Das regionale Schwergewicht Brasilien allerdings verharrt in der Krise.

Die Flaute an den Rohstoffbörsen vermiest in Lateinamerika den Anbietern von Maschinen und Anlagen das Geschäft in doppelter Hinsicht: Sie bremst fast alle Volkswirtschaften in einer Region, die stark vom Export von Kupfer, Gold oder Erdöl abhängig ist. Zugleich trifft die Schwäche des Bergbaus einen der wichtigsten Kunden für Maschinen direkt, vor allem in den Andenländern. Die Minen tätigten zum Beispiel in Chile 2014 nahezu ein Drittel der gesamten Bruttoanlageinvestitionen und beschafften fast ein Zehntel aller Maschinen.

Eine schwere Zeit durchleben die Anbieter in Brasilien, wo die Rohstoff-Baisse nur ein Grund für die tiefe Wirtschaftskrise ist. Im deutschen Maschinenbau sind Exporteure wie auch Produzenten im Land selbst betroffen. Brasilien verfügt als einziges Land der Region in fast allen Segmenten über eigene Maschinenhersteller, die teils hohe Marktanteile besitzen und auch global agieren.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest