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Mexiko

Mexikaner kaufen mehr Fliesen


Der Absatz von Fliesen in Mexiko hat sich erfreulich entwickelt, trotzdem bleibt nach Einschätzung der Industrie noch viel Luft nach oben. Gerade im hochpreisigen Segment werden Fliesen importiert. Bei den Liefernationen liegt bisher die VR China und Spanien vorne. Dies könnte sich ändern: Mitte 2015 hat das Wirtschaftsministerium ein Anti-Dumping-Verfahren gegen chinesische Importe begonnen. Die drei großen inländischen Anbieter versuchen, alle Preis- und Qualitätssegmente abzudecken.

Der Fliesenabsatz hat sich 2014 nach einem schwachen Vorjahr deutlich erholt. Der Konsum gilt in Mexiko aber weiter als gering im Vergleich zu Ländern mit ähnlichen klimatischen Bedingungen und Einkommen wie etwa Brasilien. Daher rechnet sich die Industrie gute Wachstumsmöglichkeiten aus. Von einem Marktvolumen von 197,3 Mio. qm (Veränderung gegenüber Vorjahr: +5,1%) waren 2014 etwa 167,8 Mio. qm (+6,5%) Bodenfliesen und 29,5 Mio. qm (-2,0) Wandfliesen.

Rund 14,1% des Inlandsabsatzes wurde 2014 importiert - dies in steigendem Maße aus China und auch aus Spanien. Die Importe profitierten vor allem von gestiegenen Ansprüchen an Qualität und Design. Allerdings haben europäische Importe aufgrund der Euro-Stärke gegenüber höheren Lieferungen aus Ostasien und vor allem aus China Anteile abgeben müssen. Die lokalen Hersteller versuchen in allen Segmenten präsent zu sein. Interceramic investiert in die Modernisierung der Läden, um eine vermögendere Käuferschicht anzusprechen. Gleichzeitig hat das mexikanische Wirtschaftsministerium Mitte 2015 auf Betreiben der Firmen Lamosa und Vitromex ein Anti-Dumping-Verfahren gegen chinesische Importe begonnen.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest

Dateien:
gtai_-_mexiko_-_mexikaner_kaufen_mehr_fliesen_-_2016-01-20.pdf