Ausgangssituation in der Industrie im Bereich Energieeffizienz
Im Jahr 2014 entfiel auf die rund 600.000 produzierenden Unternehmen in Mexiko knapp ein Drittel des Energiekonsums von insgesamt 5.128 Petajoule. Für produzierende Unternehmen kommen je nach Verbrauch und benötigter Spannung zwei Tarifgruppen des staatlichen Stromversorgers CFE infrage: der für mittelständische Unternehmen und der für die Großindustrie. Ersterer lag 2015 mit umgerechnet 8,0 Euro-Cent/kWh über dem Durchschnittspreis. Kunden aus der Großindustrie zahlten hingegen mit 6,0 Euro-Cent/kWh weniger als der Durchschnitt.
Die niedrigen Weltmarktpreise für Öl und Gas führten 2015 im Vergleich zum Vorjahr zu einer Senkung der Tarife. Im Juli 2016 gab die CFE jedoch bekannt, die Tarife für Industriekunden aufgrund der wieder steigenden Brennstoffkosten teils deutlich zu erhöhen. Für die Zukunft gehen Marktexperten aufgrund des stärkeren Wettbewerbs auf dem Strommarkt davon aus, dass die Tarife in der Tendenz leicht sinken. Jedoch werden die Preise weiterhin volatil sein.
Die Strompreise werden subventioniert, die genaue Höhe der Zuschüsse für Unternehmenskunden ist aber schwer zu beziffern, da die Preise innerhalb der Tarifgruppen stark nach konkretem Verbrauch, Tages- und Jahreszeit sowie nach geografischer Lage differieren. Im Fall der Tarife für Privathaushalte, die 2015 bei durchschnittlich 6,8 Euro-Cent/kWh lagen, gehen Experten davon aus, dass sie zu wenigstens 50% subventioniert sind.


