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Mexiko

Mexikanische Start-ups im Fokus der Investoren


Viele Geschäftsideen im Bereich Fintech
Von Florian Steinmeyer

Mexiko-Stadt (GTAI) - Für deutsche Mittelständler ist Mexiko attraktiv, in den vergangenen Jahren hat der Ausbau der Kfz-Industrie dutzende Unternehmen in das zweitgrößte Land Lateinamerikas gezogen. Das Potenzial der aufstrebenden mexikanischen Start-up-Szene ist bislang aber nahezu unentdeckt. Dabei entwickeln mexikanische Firmengründer neue Geschäftskonzepte, die auch für etablierte deutsche Unternehmen interessant sind.

Lange schien es, als ob der Start-up-Boom an Mexiko vorbei ginge. Während in anderen lateinamerikanischen Metropolen wie Buenos Aires, São Paulo und Santiago de Chile - oft mit staatlicher Förderung - die Gründerzentren aus dem Boden schossen, blieb es um die Szene in Mexiko ruhig. Häufig beklagter Mangel: Es fehle an Risikokapital, da die mexikanischen Banken für Neugründungen mit ungewissem Ausgang keine oder nur sehr teure Kredite vergeben.

Dieses Bild hat sich spätestens seit zwei Jahren extrem gewandelt. Laut AngelList, einer der größten Plattformen für den Austausch zwischen Gründern und Kapitalgebern, liegt Mexiko in Lateinamerika mit rund 1.900 jungen Unternehmen nur noch knapp hinter Brasilien mit 2.200 Firmen. In der Betrachtung werden neben klassischen Start-ups auch Venture Capital Fonds sowie Inkubatoren und Accelerator gezählt.

Viele der auf AngelList angegebenen Unternehmen sind jedoch nicht mehr aktiv und die reine Zahl der Unternehmen sagt wenig über deren Performance aus. Daher ist ein Blick auf die Risikokapitalinvestitionen aussagekräftiger. Dem lateinamerikanischen Venture Capital-Verband LAVCA zufolge lag Mexiko in Lateinamerika 2015 erstmals vor Brasilien, sowohl bei der Höhe des vergebenen Risikokapitals als auch bei der Anzahl der Abschlüsse zwischen Fonds und Start-up-Firmen. Zwischen 2011 und 2015 konnten mexikanische Gründer rund 360 Mio. US$ an Venture Capital einsammeln.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest