Aussichten durch schwächeres Wirtschaftswachstum und unsichere Exportmöglichkeiten eingetrübt / Von Florian Steinmeyer (Januar 2017)
Mexiko-Stadt (GTAI) - Die mexikanische Verpackungsindustrie legte 2016 dem Verband AMEE (Asociación Mexicana de Envase y Embalaje) zufolge um rund 4,5% zu. Für 2017 gab der Verband noch keine Prognose ab, verweist aber darauf, dass die Rahmenbedingungen durch den Regierungswechsel in den USA womöglich schwieriger werden. Die Branche müsse daher die Produktivität steigern, um so ihre Stellung im Export - besonders Richtung USA - zu wahren.
Im Jahr 2015 verzeichnete die mexikanische Verpackungsindustrie einen Umsatz von rund 18 Mrd. US$, etwa 3,1 Mrd. US$ davon machte der Export aus. Die mengenmäßige Produktion lag bei etwa 11 Mio. t an Verpackungen. Mit etwa 50% kommt das Gros der nationalen Verpackungsnachfrage aus der Nahrungsmittelbranche, gefolgt von 20% aus der Kosmetik- und Körperpflegeindustrie, 15% von Reinigungsmittelherstellern sowie 10% aus dem Bereich Arzneimittel.
Laut AMEE kommen bei der Verpackungsproduktion hauptsächlich Karton (35% der genutzten Stoffe), Kunststoffe (28%) sowie Glas (19%) und Metall (17%) zum Einsatz. Etwa 20% der Vorprodukte stammen aus dem Ausland. Die Einfuhrquote ist besonders hoch bei Materialien der Petrochemie wie Polyethylen, Polycarbonat und Polyprophylen. Der Verband hofft, dass die nationale Produktion dieser Ausgangsstoffe durch die Liberalisierungen der momentan laufenden Energiereform steigt.


