Speicher und andere Infrastruktur müssen stark ausgebaut werden / Pemex verliert Vormachtstellung / Von Florian Steinmeyer
Mexiko-Stadt (GTAI) - Die zunehmende Flüssiggasnachfrage und Brennstoffdiebstähle erfordern in Mexiko den Ausbau und die bessere Überwachung der Infrastruktur. Auch verflüssigtem Erdgas kommt angesichts der steigenden Gasimporte eine größere Bedeutung zu. Private Firmen investieren seit der Liberalisierung des Gasgeschäfts in Transport und Speicher, während die staatliche Erdölgesellschaft Pemex Marktanteile verliert. (Kontaktadressen)
Flüssiggas (Liquefied Petroleum Gas - LPG) kommt in Mexiko in sieben von zehn Haushalten zum Einsatz. Dem Branchenverband Amexgas zufolge nutzen rund 90 Millionen Mexikaner Flüssiggase wie Propan und Butan zum Kochen und zum Erhitzen von Wasser. Der Thinktank CIDAC schätzt den Jahresumsatz mit LPG in Mexiko zur Zeit auf 7,5 Milliarden US-Dollar (US$).
Durch die Liberalisierung des Verkaufs Anfang 2016 ist der Markt im Wandel. Dem Energieministerium Sener zufolge steigt die Nachfrage nach LPG von 2017 bis 2031 um 14 Prozent. Der Anstieg wird in den Jahren 2020 und 2021 besonders hoch sein, da der staatliche Ölkonzern Pemex dann verstärkt auf Propangas als Ausgangsstoff für seine Kunststoffproduktion umsteigen wird.


