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Mexiko

Mexiko baut Gesundheitsversorgung aus


Neue Krankenhäuser sollen Engpässe im öffentlichen System beheben / Privatfirmen stärker eingebunden / Von Florian Steinmeyer

Mexiko-Stadt (GTAI) - Die Versicherungsträger im öffentlichen mexikanischen Gesundheitssystem haben weitreichende Pläne für neue Krankenhäuser und weitere Gesundheitseinrichtungen. Die Projekte sind als Private-Public-Partnerships (PPP) angelegt, wodurch die privaten Auftragnehmer stark in die Kaufentscheidungen von medizintechnischem Gerät eingebunden werden. Der Großteil der Ausrüstung stammt aus dem Ausland, da die Fertigung von Endgeräten in Mexiko schwach ausgeprägt ist.

Die beiden größten Versicherungsträger des mexikanischen Gesundheitssystems bauen ihre Infrastruktur in den kommenden Jahren in beträchtlichem Umfang aus. Das Instituto Mexicano del Seguro Social (IMSS; rund 62 Millionen Versicherte) und das Instituto de Seguridad y Servicios Sociales de los Trabajadores del Estado (ISSSTE; rund 13 Millionen Versicherte) wollen 14 Kliniken beziehungsweise Krankenhäuser neu errichten. Hinzu kommen weitere, kleinere Gesundheitseinrichtungen. Einige der Ausschreibungen sind bereits vergeben.

Damit reagieren die Institutionen auf den größeren Bedarf. Die alternde Bevölkerung und ernährungsbedingte Krankheiten sorgen für einen Zustrom an Patienten. Laut Daten der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) leiden 71 Prozent der erwachsenen Mexikaner und 33 Prozent der Kinder an Übergewicht bis hin zur Fettleibigkeit. Daraus ergeben sich insbesondere Diabetes- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem wächst die mexikanische Bevölkerung nach wie vor stark. Jährlich kommen eine Million Personen hinzu.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest