Peso wertet ab / Mittelfristige Folgen noch ungewiss
Von Florian Steinmeyer
Mexiko-Stadt (GTAI) - Die mexikanische Wirtschaft muss nach der Wahl Donald Trumps zum künftigen US-Präsidenten einen Währungsschock hinnehmen. Die Wachstumsaussichten für 2017 verschlechtern sich dadurch zusätzlich, nachdem die Regierung infolge der geringen Öleinnahmen im September bereits den Haushalt für das kommende Jahr gekürzt hatte.
Die Wahl des republikanischen Kandidaten Donald Trump zum zukünftigen US-Präsidenten am 8.11.16 hat direkte Spuren in der mexikanischen Wirtschaft hinterlassen. Der mexikanische Peso verlor gegenüber dem US-Dollar in den 20 Tagen nach der Wahl 11% an Wert. Die Zentralbank Mexikos sah sich gezwungen, den Leitzins um 50 Basispunkte auf 5,25% anzuheben, um die Inflation einzudämmen und einem Kapitalabfluss entgegenzuwirken. Weitere Zinsschritte sind nach Auffassung von Marktbeobachtern wahrscheinlich.
Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, hohe Zölle auf Waren aus Mexiko einzuführen und somit den Freihandel im Rahmen des seit 1994 geltenden Nafta-Abkommens aufzukündigen. In seinen Äußerungen zielte er vor allem auf US-Konzerne wie Ford ab, die einen Teil ihrer Produktion nach Mexiko verlagert haben, um von dort aus den US-Markt zu bedienen. Daneben sprach er sich dafür aus, stärkere Grenzkontrollen einzuführen und illegal in den USA lebende Ausländer, unter ihnen viele Mexikaner, abzuschieben.


