Anforderungen der Unternehmenskunden steigen / Zusätzliche Internetknotenpunkte und Rechenzentren benötigt / Von Florian Steinmeyer
Mexiko-Stadt (GTAI) - Der Ausbau von IKT-Infrastruktur und Internetdienstleistungen läuft in Mexiko auf Hochtouren. Mehr Internetnutzer und zunehmende Anforderungen der Unternehmen steigern den Datenverkehr. Deutschen Anbietern von IKT-Ausrüstung bietet sich ein interessanter Markt, der in den kommenden Jahren besonders in den Bereichen der Ausstattung für Rechenzentren, E-Security und Industrie 4.0 weiter wachsen wird.
Mexiko baut seine Infrastruktur für Telefonie, Internet und Fernsehen aus. Wichtigstes öffentliches Projekt ist die Erweiterung des Glasfasernetzes Red Troncal, das bislang dem staatlichen Stromversorger Comisión Federal de Electricidad (CFE) gehörte. Im Januar 2016 ging die Verantwortlichkeit an das ebenfalls staatliche Telekommunikationsunternehmen Telecomunicaciones de México (Telecomm) über, welches das Netz entsprechend dem Regierungsprogramm Conectividad Digital in den kommenden Jahren ausbauen soll. Details über den geplanten Zubau sind noch nicht bekannt.
Private Investoren bauen zurzeit weitere Komponenten der Internetinfrastruktur aus. 2013 eröffnete die mexikanische Firma Kio Networks den ersten Internetknotenpunkt (Internet Exchange Point - IXP) des Landes. José Fonseca, Vizepräsident von Kio, geht davon aus, dass für die kommenden Jahre ein Potenzial von zwei bis vier weiteren IXP besteht, da Mexiko im Online-Bereich noch stark von der US-Infrastruktur abhänge und der Datenverkehr weiter steige. Unter anderem die Regierungskampagnen CompuApoyo und México Conectado sorgen dafür, dass die Zahl der Internetnutzer schnell zulegt.


