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Mexiko

Mexiko muss in Tourismus investieren


Hotelketten bauen ihre Kapazitäten aus
Von Florian Steinmeyer

Mexiko-Stadt (GTAI) - Steigende Besucherzahlen haben der mexikanischen Tourismusbranche in den letzten Jahren einen Boom beschert. Betreiber von Hotels und Erlebniseinrichtungen investieren, um mit dem Zustrom der meist ausländischen Besucher Schritt zu halten. Neben Kultur- und Erholungsreisen ziehen Messen und der Medizintourismus verstärkt Besucher ins Land. Da die Gästezahlen in den kommenden Jahren voraussichtlich langsamer steigen werden, muss der Sektor den Umsatz pro Gast erhöhen.

Für den mexikanischen Tourismus hätte es in den vergangenen Jahren kaum besser laufen können und auch für 2016 sind die Einschätzungen positiv. Das Marktforschungsunternehmen BMI Research geht davon aus, dass die Zahl internationaler Besucher 2016 um rund 12% auf knapp 38 Mio. Personen steigt. Ab 2017 wird sich das Wachstum den gegenwärtigen Prognosen zufolge allerdings verlangsamen. Mexiko liegt seit 2015 unter den weltweit meistbesuchten Ländern auf dem neunten Rang.

Parallel erhöht sich der Umsatz des Hotel- und Gastronomiesektors. Er steigt in lokaler Währung 2016 voraussichtlich um 4,6% auf 375 Mrd. mexikanische Peso (mex$; rund 21,2 Mrd. US$; 1 mex$ = 0,0565 US$). Laut Projektionen von BMI Research wird der Umsatz bis 2020 auf 473 Mrd. mex$ (31,5 Mrd. US$) zulegen und somit schneller wachsen als die Besucherzahlen. In den ersten vier Monaten 2016 kamen die meisten internationalen Touristen aus den USA (Anteil: 58,8%), gefolgt von Kanada (17,5%) und dem Vereinigten Königreich (2,4%). Deutsche Besucher stellten mit einem Anteil von 1,4% die siebtgrößte Gruppe.

Quelle: gt