Einheitliches Netz und bessere Informationen sollen mehr Menschen in Bus und Bahn locken / Von Florian Steinmeyer
Mexiko-Stadt (GTAI) - Die Megametropole Mexiko-Stadt will ihre Verkehrsprobleme durch Investitionen in den ÖPNV in den Griff bekommen. Die ersten Ausschreibungen verlaufen teils problematisch.
Die seit Dezember 2018 amtierende Regierung von Mexiko-Stadt hat große Pläne, um Verwaltung und Infrastruktur zu digitalisieren. Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum sieht besonders großen Nachholbedarf beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Ihr Verkehrsminister Andres Lajous hat nun Konzepte vorgelegt, die den ÖPNV stärken sollen.
Mehr Informationen dank GPS und Apps
Laut Andres Lajous halten die unzureichenden Informationen über die Verkehrslage derzeit viele potenzielle Fahrgäste davon ab, den ÖPNV zu nutzen. Tatsächlich ist das Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsmittel sehr unübersichtlich: Die Netze der Metro (U-Bahn) und der Metrobusse sind zwar klar definiert. Das gilt allerdings nicht für die Stadtbusse (RTP) und die konzessionierten Kleinbusse (Micros). Mögliche Übergänge etwa von der Metro auf den Bus sind nicht gekennzeichnet.
Zukünftig sollen daher alle Transporteinheiten über GPS-Sender verfügen, die ihre Signale in ein zentrales System einspeisen. Die Passagiere werden über eine App auf ihren Smartphones in Echtzeit verfolgen können, wann ein Verkehrsmittel ankommt, ob es Verspätung hat und welche alternativen Routen es gibt. Bislang sind lediglich die Metrobusse mit entsprechendem Equipment ausgestattet. Die gewonnenen Daten werden in die App Alameda Central eingespeist.
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