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Mexiko

Mexiko-Stadt will mehr E-Autos auf die Straße bringen


Neue Stadtregierung plant Anreizprogramm / Von Florian Steinmeyer

Mexiko-Stadt (GTAI) - Obwohl die Kfz-Industrie enorm wichtig für Mexiko ist, hinkt das Land bei der E-Mobilität hinterher. Die neue Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt will das ändern.

Die mexikanische Kfz-Industrie eilte in den letzten Jahren von Rekord zu Rekord, doch Elektro- und Hybridfahrzeuge verkaufen sich weit schlechter als in anderen Ländern. In den ersten zehn Monaten 2018 fanden nur 13.925 solcher Pkw einen Abnehmer. Damit lag der Verkaufsanteil bei grade mal 1,2 Prozent. Zählt man nur die reinen Elektrofahrzeuge sowie die Plug-in-Hybride, sind es sogar nur 0,1 Prozent. Die USA, Frankreich und Deutschland erreichen um die 2 Prozent, China sogar 4,6 Prozent.

Marktexperten kritisieren den trotz Steuernachlässen hohen Preis der Fahrzeuge. Auch Claudia Sheinbaum, die neu gewählte Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, forderte die Kfz-Industrie auf einem Branchenforum im Dezember 2018 auf, bezahlbare Elektro- und Hybridfahrzeuge anzubieten. Der günstigste im Land verfügbare Fünfsitzer ist derzeit der Nissan Leaf mit einem Einstiegspreis von umgerechnet knapp 25.000 US-Dollar (US$). Angesichts eines Durchschnittseinkommens von nur knapp 720 US$ und vergleichsweise günstiger Kraftstoffpreise von etwa 1 US$ pro Liter bestehen wenig Anreize für den Umstieg auf ein E-Auto.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Investhttps://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Maerkte/suche,t=mexikostadt-will-mehr-eautos-auf-die-strasse-bringen,did=2214588.html