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Mexiko

Mexiko treibt den Bau neuer Solarparks voran


Entwickler wollen Strom an Unternehmenskunden verkaufen / Von Florian Steinmeyer

Mexiko-Stadt (GTAI) - Bei den öffentlichen Stromausschreibungen im März und September vergangenen Jahres waren Solarprojekte bereits extrem erfolgreich. Nun geben weitere Projektentwickler Pläne für Großparks bekannt, die sich vornehmlich an private Abnehmer richten. Doch auch kleinere Vorhaben im Umfang von 1 bis 10 MWp haben Chancen. In der Nutzung von konzentrierter Solarenergie (Concentrated Solar Power - CSP) steht Mexiko hingegen noch ganz am Anfang.

Mexiko wird künftig mehr Sonnenenergie zur Stromerzeugung nutzen. Im Januar 2017 gaben die Unternehmen Kenergy und Iberdrola unabhängig voneinander Pläne über neue Solarparks bekannt. Bei dem Vorhaben von Kenergy handelt es sich um ein Megaprojekt von sechs Parks mit einer Kapazität von jeweils 200 MWp. Als Standort fasst das Unternehmen den Bundesstaat Tabasco ins Auge, die Gesamtkosten sollen bei 1 Mrd. US$ liegen. Mögliche Kunden sind laut Kenergy-Chef Juan Echeverri Industrieunternehmen der Region. Tabasco ist eines der Zentren der mexikanischen Erdölindustrie. Auch der staatliche Stromversorger Comisión Federal de Electricidad (CFE) komme als Abnehmer in Betracht.

Die spanische Iberdrola will eine 105 MW-Anlage im Bundestaat Sonora und einen 170 MW-Park in San Luís Potosí errichten. Beide Parks sollen ab 2018 Elektrizität für Unternehmenskunden wie Cementos Apasco, Pepsico México, Pirelli und Gamesa liefern. Seit dem Start der mexikanischen Energiereform Ende 2013 sind aufgrund der Unsicherheit über die künftige Tarifentwicklung nur noch wenige Direktabnahmeverträge zwischen Stromproduzenten und -abnehmern (PPA) geschlossen worden. Dies könnte sich in Zukunft aufgrund der wieder anziehenden Preise des bisherigen Strommonopolisten CFE ändern.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest