Neues elektronisches Zahlungssystem soll mehr Menschen ins Finanzsystem integrieren / Von Florian Steinmeyer
Mexiko-Stadt (GTAI) - Mexikos Regierung plant, ein System für das Bezahlen per Smartphone aufzubauen - eine bessere finanzielle Teilhabe kann zusätzliche Konsum- und Wachstumspotenziale freisetzen.
In Mexiko verfügen nur knapp 40 Prozent der Bevölkerung zwischen 18 und 70 Jahren über ein Bankkonto. Die verbleibenden 60 Prozent werden von den traditionellen Bankhäusern oftmals nicht akzeptiert, da sie in der informellen Wirtschaft arbeiten oder weil die hohen Gebühren sie abschrecken.
Das hat negative Auswirkungen auf den Konsum: So sind viele Haushalte vom Onlinehandel ausgeschlossen, da sie keine Kredit- oder Debitkarte vorweisen können. Außerdem haben sie keinen Zugang zu Krediten. Die Kreditaufnahme der Haushalte ist mit rund 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wesentlich geringer als beispielsweise in Chile (44 Prozent) oder Brasilien (25 Prozent).
Auch kleine Gewerbetreibende haben einen hohen Mehraufwand. Sie verbringen häufig einen großen Teil ihrer Arbeitszeit damit, Kunden und Lieferanten aufzusuchen, um Zahlungen entgegenzunehmen und Rechnungen zu begleichen. Für Finanzierungen müssen sie auf den informellen Kreditmarkt zurückgreifen, auf dem sie nur gegen hohe Zinsen Geld erhalten.
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