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Mexiko verdoppelt Netz an Gaspipelines


Enormer Ausbau wegen günstiger Gasimporte / Equipment aus dem Ausland benötigt / Von Florian Steinmeyer

Mexiko-Stadt (gtai) - Mexiko investiert stark in den Ausbau seiner Gaspipelines. Zwischen 2012 und 2018 soll sich die Länge des Leitungssystems verdoppeln. Einige Projekte wurden bereits an private Durchführungs- und Betreiberfirmen vergeben, andere wie die Offshore-Pipeline zwischen Texas und Tuxpan stehen noch aus. Die notwendige Spezialausrüstung kommt vorwiegend aus dem Ausland, da Mexiko in diesem Bereich nur über wenige nationale Anbieter verfügt. (Internetadressen)

Mit der Gaspipeline von La Laguna nach Aguascalientes setzte der mexikanische Staatskonzern CFE (Comisión Federal de Electricidad) am 16.3.16 die Serie von Pipelineaufträgen fort, die zur Zeit an private Unternehmen vergeben werden. Das insgesamt 472,6 Mio. US$ teure Projekt ging an die heimische Firma Fermaca. Das Unternehmen ist als zukünftiger Besitzer für Planung, Bau und Betrieb der Leitung verantwortlich. CFE garantiert vertraglich über 25 Jahre hinweg die Abnahme des transportierten Gases.

Die Pipeline ist Teil des Fünfjahresplanes für den Gastransport (Plan Quinquenal de Gasoductos 2015-2019) des mexikanischen Energieministeriums und der Erdgasbehörde Cenagas. Das im Oktober 2015 veröffentliche Dokument sieht zwölf Pipelines und ein Pumpzentrum vor, die bis 2019 ans Netz gehen sollen. Die gesamten Investitionen betragen schätzungsweise 10 Mrd. US$ und die Gesamtlänge 5.159 km. Der Plan soll jährlich angepasst werden. Bereits in den vergangenen Jahren haben in Mexiko neue Gasleitungen den Betrieb aufgenommen. Dadurch wird sich die Länge des gesamten Leitungssystems von 2012 bis Ende 2018 voraussichtlich auf rund 20.230 km verdoppeln.

Quelle: gt