Neues Cluster soll Kfz- und Luftfahrtindustrie beliefern
Im mexikanischen Bundesstaat Querétaro soll in den kommenden fünf Jahren eine Produktion von Kunststoff- und Metallbearbeitungsmaschinen entstehen. Ziel ist es, die Importe zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit der mexikanischen Zuliefer-Industrie für die Kfz-Industrie zu stärken. Anders als etwa Brasilien sind in Mexiko trotz einer sehr erfolgreichen Exportindustrie die vorgelagerten Sektoren kaum entwickelt. (Internetadressen)
Derzeit werden nach Aussagen des Präsidenten des Industrieverbandes Canacintra für Querétaro, Oscar Peralta Casares Spritzguss- und Stanzmaschinen fast ausschließlich importiert. Unternehmen in Mexiko zahlen dafür pro Jahr etwa 300 Mio. US$. Rund 5% des Bedarfs wird lokal gedeckt. Das geplante Cluster soll innerhalb von fünf Jahren vor allem die kunststoffverarbeitende Industrie sowie den Kfz-Sektor und die Luftfahrtindustrie beliefern.
Querétaro ist der Hauptstandort der mexikanischen Luftfahrtindustrie, die in den letzten Jahren einen Investitionsboom erlebt hat. Nutznießer einer lokalen Fertigung wäre auch die Kfz-Industrie. Die Hersteller beziehen ihre Werkzeuge in der Regel aus ihrem Herkunftsland.
Volkswagen etwa zahlt über 500.000 Euro pro Stück für die Formpressen für Autoteile. Kritisch sei zudem der Zeitverlust bei Reparaturen. So beklagte der Vizepräsident für Strategie von Volkswagen Mexiko, Thomas Karig, im August 2010 gegenüber der Fachzeitschrift Manufactura, es dauere allein eine Woche bis eine Spritzgussmaschine nach Deutschland gelangt oder ein qualifizierter Techniker nach Mexiko reist.
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