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Mexiko

Mexikos Energierecht mit Paradigmenwechsel


Marktreform bei Strom, Öl und Gas ermöglicht mehr private Beteiligungen
Von Corinna Päffgen

Bonn (GTAI) - Auch deutsche Unternehmen können sich in Mexiko seit der Energiereform 2013 vermehrt im Energiesektor engagieren. Nicht nur in der Öl- und Gasbranche sind nach Wegfall des Monopols des staatlichen Unternehmens Pemex (Petróleos de México) private Investoren gefragt, auch der liberalisierte Strommarkt bietet neue Geschäftschancen für ausländische Unternehmen. Zwar ist die Vergabe von Konzessionen nach wie vor verboten, andere Vertragsformen sind jedoch möglich.

Das vom mexikanischen Kongress Ende 2013 verabschiedete Reformpaket führte zu umfassenden Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen des Energiesektors. Neben einer Verfassungsänderung wurden im Zuge der sogenannten sekundären Gesetzgebung (legislación secundaria) Mitte 2014 insgesamt 21 Gesetze neu erlassen oder geändert. Hauptziel der Reform im Öl- und Gassektor ist die Erhöhung der Fördermengen unter Beteiligung privater Investoren und die Einführung wettbewerbsfähiger Preise. Im Strommarkt sollten vor allem die Kosten sinken und der Anteil erneuerbarer Energien steigen. Mexiko verspricht sich dadurch zusätzliches Wirtschaftswachstum sowie neue Arbeitsplätze.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest