Branche leidet unter neuen Ausschreibungsregeln / Von Florian Steinmeyer (Juli 2019)
Mexiko-Stadt (GTAI) - Für die kommenden Jahre sind die Aussichten für die Pharmaindustrie jedoch gut. Mittelfristig bieten Medikamente zur Diabetesbekämpfung die größten Chancen.
Die in den vergangenen Jahren überaus erfolgreiche Pharmaindustrie Mexikos wird 2019 voraussichtlich einen Wachstumsknick hinnehmen müssen. Grund dafür sind Änderungen im gemeinsamen Arzneimitteleinkauf der öffentlichen Institutionen. Die neue Regierung drang darauf, die Ausschreibungsbedingungen durch niedrigere Preise und kürzere Lieferfristen anspruchsvoller für die interessierten Unternehmen zu gestalten.
In der Konsequenz gaben Branchenfirmen nur für 38 Prozent der ausgeschriebenen Medikamente und Verbrauchsmaterialien gültige Angebote ab. Dadurch werden mit knapp 6,9 Milliarden US-Dollar (US$) lediglich 56 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschüttet. Die restlichen 62 Prozent der Produkte muss das zuständige Finanzministerium direkt einkaufen beziehungsweise eine neue Ausschreibung starten. Vertreter von Pharmaherstellern sprachen davon, dass sich die beteiligten Firmen durch die neuen Regeln zum einen wesentlich schlechter stellten. Zudem sei der Ausschreibungsprozess zum Teil konfus verlaufen.
Für die kommenden Jahre sind die Aussichten dennoch gut. Das nach wie vor starke Bevölkerungswachstum und die alternde Gesellschaft treiben die Entwicklung an. Chronische und altersbedingte Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Gefäßverstopfungen sowie Gebärmutter- und Darmkrebs greifen immer weiter um sich.
Lesen Sie weiter bei der GTAI unter dem angegebenen Link.


