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Spanien

Milliardenschweres Bauprojekt Madrid Nuevo Norte beschlossen


In Madrid entsteht ab Ende 2020 für rund 7,3 Milliarden Euro ein neuer Finanzdistrikt. Geplant sind auch rund 10.000 neue Wohnungen und die Modernisierung des Bahnhofs Chamartín. 

Von Oliver Idem | Madrid

Die spanische Hauptstadt erhält ihren seit 27 Jahren geplanten neuen Finanzdistrikt "Madrid Nuevo Norte". Durch den Beschluss der Autonomen Region Madrid am 25. März 2020 hat das Vorhaben alle administrativen Hürden genommen.

Ein wichtiger Akzent liegt auf modernsten Lösungen für Mobilität, Energieffizienz und Nachhaltigkeit. Zunächst sind Verträge mit dem Rat für Transportwesen Consejo de Transportes de Madrid und  der Verwaltung des Kanals Isabel II notwendig. Die ersten Infrastrukturarbeiten sollen bereits Ende 2020 oder im Frühjahr 2021 beginnen. Dann könnte auch der 800 Millionen bis 1.200 Millionen Euro teure Umbau des Bahnhofs Chamartín beginnen. Dieser beinhaltet eine Modernisierung und die Verlegung von Gleisen unter die Erde.

Hauptverantwortlich für das Projekt wird die Betreibergesellschaft Distrito Castellana Norte (DCN) sein. Auf ihrer Internetseite stellt sie Informationen zu den Plänen in Spanischer und Englischer Sprache  bereit. Anteilseigner von DCN sind die Bank BBVA (75,5 Prozent Kapitalanteil), die Immobiliengesellschaft Merlin Properties (14,5 Prozent) und das Bauunternehmen Grupo San José (10 Prozent). Für die staatlichen Grundstücke zahlt DCN über einen Zeitraum von 20 Jahren insgesamt 1.246 Millionen Euro an die Bahnverwaltung Administrador de Infraestructuras Ferroviarias (ADIF). Der Umbau des Bahnhofs Chamartín liegt in den Händen des spanischen Verkehrsministeriums

Ausführlichere Informationen zum Großprojekt hat GTAI im November 2019 veröffentlicht.

Quelle: GTAI