Ziel ist Ausbau der Kanalisation in den nördlichen Regionen
Im Bundesstaat Minas Gerais wird im kommenden Monat ein Sanierungsprojekt im Gesamtwert von R$ 390 Mio. ausgeschrieben. Das Ziel dieser Ausschreibung ist es, die Wasser- und Abwasserversorgung in ausgewählten Gebieten voranzutreiben.
Nach Informationen der Wirtschaftszeitung ´Gazeta Mercantil´ sollen insgesamt 460 Gemeinden mit jeweils bis zu 20.000 Einwohnern in den nördlichen Regionen von Jequitinhonha, Mucuri und Mateus an die Wasser- und Abwasserversorgung angeschlossen werden. Damit will die Landesregierung die Lebensqualität der Bevölkerung nachhaltig verbessern. Die Region gehört nach Angaben von ´Gazeta Mercantil´ zu den ärmsten Brasiliens.
Die Ausschreibung erfolgt durch die von der Landesregierung kontrollierte Gesellschaft Copasa (Companhia de Saneamento de Minas Gerais), welche für die Wasser- und Abwasserversorgung zuständig ist. Deren Tochterunternehmen Copanor wurde 2007 gegründet und ist für die Regionen im Norden und Nordosten von Minas Gerais zuständig.
Die Gewinner der Ausschreibung werden Mitte des Jahres bekanntgegeben. Die entsprechenden Konsortien sollen ab August 2008 mit den Ausbauarbeiten beginnen. Die zu errichtenden Wassernetze werden eine Gesamtlänge von knapp 1.000 km haben. Das gesamte Abwasser soll aufgefangen und in Kläranlagen behandelt werden. Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten wird 2010 gerechnet.
Darüber hinaus will die Landesregierung zusätzliche Finanzmittel in Höhe von R$ 145 Mio. zur Verfügung stellen. Mit diesen Geldern sollen sanitäre Einrichtungen für insgesamt 40.000 Haushalte erworben werden. Auch mit diesen Maßnahmen will die Landesregierung zu einer deutlichen Verringerung von Infektionskrankheiten bei den ärmeren Bevölkerungsschichten beitragen, welche auf die mangelnden hygienischen Rahmenbedingungen zurückzuführen sind.
Quelle: Eine Gemeinschaftspublikation der Deutsch- Brasilianischen Auslandshandelskammern und der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai), Nr 18, 13. Mai 2008.


