Die belarussische Staatsvermögensagentur Goskomimuschestwo plant bis Jahresende eine Versteigerung der staatlichen Mehrheitsbeteiligung an dem Mobilfunkunternehmen MTS Belarus. Medienberichten zufolge sind dazu Ende Oktober und Anfang November zunächst mehrere Präsentationen vorgesehen, ein genauer Termin für die Auktion steht allerdings noch nicht fest. Ursprünglich sollte der bislang vom Staatsunternehmen Beltelekom kontrollierte 51-prozentiger Anteil an MTS Belarus bereits Ende vergangenen Jahres versteigert werden. Zwei entsprechende Termine wurden damals jedoch aufgrund fehlender Interessensbekundungen abgesagt. Das berichtet das Nachrichtenportal „Nov-ost. info“.
Berichten zufolge soll das Mehrheitspaket nun erneut zu dem bereits vor einem Jahr von Branchenexperten als zu hoch eingeschätzten Mindestpreis von 1 Mrd USD veräußert werden. Als möglichen Käufer der Anteile hat die Regierung in Minsk dabei wohl wieder den mit 49% an MTS Belarus beteiligten russischen Mobilfunkkonzern Mobilnyje Tele Sistemy (MTS) im Auge, der grundsätzlich weiterhin an der Kontrolle des belarussischen Joint Ventures interessiert sein soll. Eine Teilnahme westeuropäischer Brancheninvestoren an der Auktion gilt laut Einschätzung von Marktbeobachtern als eher unwahrscheinlich. MTS Belarus ist mit 5,02 Mio Kunden in dem GUS-Land Marktführer vor der von Telekom Austria kontrollierten Velcom. In der ersten Hälfte dieses Jahres setzte das Unternehmen 172,7 Mio USD um.


