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Montenegro

Moskaus Embargo trifft Tourismus


Auch der EU-Beitrittskandidat Montenegro ist vom Importverbot, das Russland für Agrarprodukte aus der Europäischen Union verhängt hat, betroffen. Der kleine Adriastaat hat sich den EU-Sanktionen gegen Russland angeschlossen. Die Regierung in Podgorica gibt sich zu den nun verhängten russischen Gegensanktionen zunächst wortkarg.

Agrarminister Petar Ivanovic zeigte sich optimistisch. Es sei wichtig, dass durch den Importstopp nicht auch der Weinexport aus Montenegro betroffen sei. Montenegro liefere jährlich Wein für 1,7 Mio EUR nach Russland. Auch die Ausfuhr von Fleischprodukten und Schinken nach Russland sei zuletzt gestiegen, sagte er. Vor den Auswirkungen der EU-Sanktionen gegen Russland, denen sich Montenegro im Frühjahr angeschlossen hat, fürchtet sich aber schon seit Monaten eine andere Branche in dem kleinen Adriastaat - nämlich der Tourismus.

In den letzten Jahren sind die Russen zur wichtigsten ausländischen Touristengruppe geworden. Bereits gut ein Drittel der ausländischen Touristen in Montenegro kommt aus Russland. Auch wenn die offiziellen Stellen derzeit

von einem Anstieg der Touristenzahl gemessen an 2013 reden, sei die Sommersaison laut der Einheimischen seit Jahren nicht so schlecht gewesen.

Quelle: Südosteuropa aktuell