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Neue Europa - GmbH


Bekanntlich ist die deutsche GmbH die beliebteste Unternehmensform, mit der kleineund mittelgroße Unternehmen am Markt teilnehmen, Nun plant auch die EU eine neue Rechtsform für KMU, die an grenzüberschreitenden Geschäften teilnehmen, So soll innerhalb der nächsten zwei Jahre der Rechtsrahmendafür geschaffen werden, dass sich ab Juli 2010 Mittelständler als europäische Privatgesellschaft (so genannte "SPE" = Societas Privata Europaea) aufstellen. Hierzu hat die Europäische Kommission einenVerordnungsentwurf vorgelegt, der eine entsprechende Neuerung voranbringen soll. Schon seit 2004 wird an dieser Idee gearbeitet; erste Arbeitsergebnisse zur Europa-  GmbH wurden im Dezember 2005 präsentiert. Die neue europäische Unternehmensform war von Anfang an Teil einer EU- Initiative für den Mittelstand, die dazu dient, den Zugang kleiner und mittelgroßer Betrieb zum Binnenmarkt zuerleichtern.

Besonders der deutsche Mittelstand, der in großem Maße von grenzüberschreitenden Geschäften abhängig ist und zu etwa zwei Drittel seiner Warenlieferungen mit Staaten der EU Geschäfte betreibt, hat angesichts der vielfältigen Unternehmensformen deutscher Prägung Schwierigkeitenbeim Eintritt in das Binnenmarktsgeschäft, insbesondere dann, wenn eine Niederlassung in anderen EU Staaten geplant ist. Gerade hier können Zeitaufwand und Kosten reduziert werden, wenn eine einzige Unternehmensform in allen EU- Staaten gleichermaßen einsetzbar ist. Mit der Europa GmbH wird daher in kleinerem Rahmen das geschaffen, was seit einiger Zeit für Großunternehmen mit der "Europa AG" (Societas Europaea, SE)  im EU- Markt etabliert worden ist.

Die neue Europa GmbH sieht ein Kapital von nur einem Euro vor, so dass es mit der Europa GmbH eigentlich einen klaren Widerspruch zur deutschen GmbH geben müsste, die derzeit noch ein Mindestkapital der GmbH von EUR25.000 vorsieht. Allerdings soll es - sofern Bundestag und Bundesrat zustimmen - in Deutschland neuesten Berichten zufolge ab Herbst 2008 eine Reform des GmbH- Rechts geben und mit der dann neu geschaffenen Unternehmensgesellschaft auch in Deutschland möglich sein, ein  Unternehmenmit nur noch EUR 1 Kapital zu gründen, Damit dürfte für deutsche Firmengründer die starke Attraktivität der britischen Limited, die mit nur einem britischen Pfund als Gründungskapital auskommt, oder aber der französischen S.A., zu deren Gründung 1 Euro als Kapital ausreicht,nachlassen