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Republik Korea (Südkorea)

Neuer Präsident von Korea legt Fokus auf Arbeitsmarkt


Schulden der privaten Haushalte sollen reduziert werden / Firmen befürchten Belastungen / Von Alexander Hirschle

Nach gut einem Monat im Amt gewinnen die Grundzüge der politischen Ausrichtung von Präsident Moon Jae-In langsam aber sicher Konturen. Regierungsnahe Medien sprechen bereits von den sogenannten "J-nomics", die geprägt sein sollen von Wohlfahrt, Gerechtigkeit und Transparenz. Um dies zu erreichen will Moon unter anderem den Mindestlohn erhöhen, die Zahl nicht regulärer Arbeitsverhältnisse reduzieren, die Verschuldung privater Haushalte bekämpfen und die Macht der Großkonzerne eindämmen.

Die ersten Tage und Wochen sind für den neuen Präsidenten durchaus erfolgreich angelaufen. Nach Einschätzung ausländischer Beobachter hat er in der Wirtschaftspolitik bereits deutlich erkennbare Akzente gesetzt und segelt auf einer Woge großer Unterstützung in der Bevölkerung. Nach zwei Wochen im Amt lag der Zuspruch für Moon bei mehr als 80% gemäß einer Umfrage des Instituts Realmotor.

Moon setzt auf mehr Bürgernähe, will stärker den Dialog mit der Bevölkerung suchen. Die vergangenen Monate waren gezeichnet durch das Amtsenthebungsverfahren gegen die Vorgängerin Park Geun-hye. Deren endgültige Demission im März hatte Neuwahlen innerhalb von zwei Monaten notwendig gemacht. Moon versucht, auch die politische Gegenseite mit zu integrieren, indem er Ideen und Personen von deren Seite einzubinden versucht. Von den Medien wird dies durchaus positiv registriert.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest