US-Präsident Obama ratifizierte im März 2010 ein Gesetz zur Bekämpfung der grassierenden Arbeitslosigkeit, den "Hiring Incentives to Restore Employment Act" (HIRE, H.R. 2847). Demnach zahlt die US-Regierung Zuschüsse an Unternehmen und gewährt Steuerermäßigungen, wenn sie 2010 Personal einstellen. US-Bundesstaaten und Kommunen erhalten darüber hinaus finanzielle Hilfen zur Durchführung beschäftigungsintensiver Bauprojekte. Bis zu 17,6 Mrd. US$ werden zur Finanzierung von HIRE zur Verfügung gestellt.
Für jede Neueinstellung eines "qualifizierten" Mitarbeiters wird gemäß HIRE der Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen von 6,2% erlassen, so die Arbeitsaufnahme 2010 erfolgt. Als "qualifizierter" Mitarbeiter gilt in diesem Zusammenhang diejenige Person, die in einem Zeitraum von 60 Tagen vor der Einstellung weniger als 40 Stunden sozialabgabepflichtig beschäftigt gewesen war. Auch darf der neue Mitarbeiter kein zuvor entlassenes Personal ersetzen, außer der Vorgänger hatte aus eigenen Beweggründen gekündigt bzw. es lagen schwerwiegende Gründe zur Freisetzung seitens des Arbeitgebers vor.
Wenn der neu eingestellte Mitarbeiter länger als 52 Wochen in seinem Beschäftigungsverhältnis verbleibt, gewährt der Fiskus eine Einkommenssteuerermäßigung von 1.000 US$. Angerechnet wird diese allerdings erst 2011. Kleine Unternehmen können in diesen Fällen darüber hinaus Investitionsabschreibungen von bis zu 250.000 US$ steuerlich geltend machen. Für US-Bundesstaaten und Kommunen stellt HIRE Finanzhilfen zum Ausbau der Infrastruktur und des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs bereit.


