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Brasilien, Mexiko

Öl und Gas locken Investitionen in Lateinamerika an


Brasilien und Mexiko gelten als besonders attraktiv / Von Gloria Rose

São Paulo (GTAI) - Der Öl- und Gassektor in Lateinamerika litt in den vergangenen Jahren nicht nur unter dem niedrigen Ölpreis. Auch Staatseingriffe und Korruptionsskandale bremsten die Entwicklung. Verbesserte Rahmenbedingungen tragen nun bei dem wieder gestiegenen Ölpreis Früchte. Bei der Vergabe von Explorationslizenzen erzielen insbesondere Mexiko und Brasilien Erfolge. Dahingegen kann das erdölreichste Land der Welt Venezuela seine immensen Reserven nicht entwickeln.

Lateinamerika produzierte 2016 mit 9,93 Millionen Barrel Erdöl pro Tag (bpd) 10,8 Prozent des globalen Outputs. Infolge der Entdeckung der Pré-Sal-Vorkommen stieg die Produktion in Brasilien zwischen 2006 und 2016 kontinuierlich um insgesamt 44 Prozent an. 2016 war die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas damit erstmals auch in der Erdölförderung führend. Dahingegen gingen die Fördermengen in Mexiko, Venezuela und Argentinien im vergangenen Jahrzehnt nach und nach um 33 Prozent, 28 Prozent respektive 27 Prozent zurück. Die Fördermengen in Ecuador und Peru hielten sich weitestgehend stabil, ebenso wie in Kolumbien nach dem Ausbau des Sektors, der bis 2011 für die Erweiterung der Produktion sorgte.

In der Erdgasgewinnung führt weiterhin Mexiko vor Argentinien, Trinidad und Tobago sowie Venezuela. Während die Produktion von 2013 bis 2016 in Mexiko und Trinidad und Tobago sowie weniger stark auch in Kolumbien zurückging, stieg sie in Argentinien, Venezuela, Peru und Brasilien an. Nach einem kontinuierlichen Wachstum bis 2013 hält sich die Fördermenge in Bolivien seitdem stabil. Mit einer Ausbringung von 224 Milliarden Kubikmetern war Lateinamerika 2016 für 6,3 Prozent der globalen Erdgasproduktion verantwortlich.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest