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Republik Korea (Südkorea)

Ölpreis drückt auf Auslandsgeschäft koreanischer Baufirmen


Das Auslandsgeschäft koreanischer Baufirmen musste 2015 stark Federn lassen. Die rückläufigen Aufträge insbesondere aus dem Nahen und Mittleren Osten werden vor allem auf den gesunkenen Rohölpreis zurückgeführt. Die Bestellungen aus Asien legten hingegen zu. Asien löste somit die arabischen Länder als wichtigste Absatzregion ab. Auch 2016 dürfte sich die Situation nicht deutlich verbessern, da politische Friktionen in Zielmärkten und der weiterhin niedrige Ölpreis auf die Nachfrage drücken.

Die koreanischen Bauunternehmen mussten bei ihrem Auslandsgeschäft 2015 starke Rückgänge hinnehmen. Die Auftragssumme brach nach Angaben des Infrastrukturministeriums (Ministry of Land, Infrastructure and Transport, MOLIT) um 30,1% auf 46,1 Mrd. US$ ein. Als entscheidenden Faktor für das schlechte Ergebnis nannte das Ministerium den stark gesunkenen Ölpreis, der wiederum zu rückläufigen Orders aus erdölexportierenden Ländern führte. Darüber hinaus drückte die politisch angespannte Situation in Teilen des Nahen und Mittleren Ostens auf die Nachfrage.

Experten sehen auch die relativen Abwertungen des japanischen Yen und des Euro im Vergleich zum koreanischen Won als Hemmnis für die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Firmen beim Projektgeschäft auf Drittmärkten an. Noch 2014 hatte Südkorea mit 66,0 Mrd. US$ das zweitbeste Ergebnis in Bezug auf Auslandsaufträge realisiert. Nur 2010 hatte mit 71,6 Mrd. US$ ein höherer Wert in den letzten 50 Jahren - seit Aufnahme der Aktivitäten koreanischer Firmen im Auslandsbau - erzielt werden können.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest

Dateien:
gtai_-_korea_-_oelpreis_drueckt_auf_auslandsgeschaeft_koreanischer_baufirmen_-_2016-01-28.pdf