Offenes Konsortium plant Spaniens erste Batteriefabrik | Branchen | Spanien | Elektromobilität
Das spanische Industrieministerium schmiedet ein Konsortium zum Bau einer Batteriefabrik für Elektroautos. Vier Unternehmen stehen als Partner fest. Weitere sind willkommen.
12.03.2021
Von Oliver Idem | Madrid
Das Batteriekonsortium ist die erste Public-Private Partnership (PPP) im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Erholungsplänen Spaniens. Das Projekt soll zum Teil aus Hilfen des Programms Next Generation EU finanziert werden.
Projektgruppe ist offen dafür, weitere Unternehmen einzubindenAn dem Batterievorhaben arbeiten die spanische Regierung, die Volkswagen-Konzerntochter Seat, der Energiekonzern Iberdrola, CaixaBank und Telefónica zusammen. Eine Einbindung weiterer Partner ist ausdrücklich willkommen. Insgesamt wird laut Presseangaben mit etwa 5 Milliarden bis knapp 7 Milliarden Euro Investitionen gerechnet.
Die Batteriefabrik dient dazu, den technologischen Wandel der Fahrzeugproduktion in Spanien voranzutreiben und die lokale Wertschöpfung zu erhöhen. Seat-Chef Wayne Griffiths sprach im März 2021 von weit fortgeschrittenen Verhandlungen mit der spanischen Regierung, im Werk Martorell 2025 ein elektrisch betriebenes Modell zu bauen. Die Konkurrenten Stellantis und Mercedes-Benz fertigen bereits batterieelektrische Fahrzeuge in Spanien
Innerspanischer Standortwettbewerb ist im GangeDer Ende 2021 anstehende Rückzug von Nissan aus der Freizone Barcelona nährt Spekulationen, dass die Batteriefabrik dort angesiedelt werden könnte. Auch die Leitung der Freizone Vigo hat sich als Standort ins Gespräch gebracht. Die Autonomen Gemeinschaften Aragón und Extremadura werben ebenfalls darum, das Projekt zu beherbergen.


