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Philippinen

Philippinen wollen erneuerbare Energien weiter ausbauen


Einspeisevergütung bis Mitte 2011 erwartet / Staat setzt beim Ausbau auf Privatwirtschaft 

Die Philippinen setzen weiterhin auf die erneuerbaren Energien. Bereits jetzt steuern sie mehr als ein Drittel zur Stromversorgung bei. Dem Department of Energy zufolge soll die installierte Kapazität von derzeit mehr als 5 Gigawatt (GW) bis 2030 auf über 10 GW verdoppelt werden. Der Renewable Energy Act schafft dabei einen Rahmen, in den die deutschen Erfahrungen eingeflossen sind. Bis Mitte 2011 sollen nun die Einspeisevergütungen vorliegen - wenn auch später als von Branchenkennern erhofft. (Kontaktanschriften)

Die Förderung erneuerbarer Energien auf den Philippinen nimmt konkretere Formen an. Nachdem der "Renewable Energy Act" (An Act Promoting the Development, Utilization and Commercialization of Renewable Energy Resources and for Other Purposes, Republic Act No. 9513) Ende 2008 verabschiedet worden ist, folgten Mitte 2009 die Implementing Rules and Regulations. Bis Mitte 2011sollen nun laut Mario C. Marasigan, Director des Renewable Energy Management Bureau im Department of Energy (DOE), die Einspeisevergütungen für Strom aus erneuerbaren Energiequellen sowie die entsprechenden Ankaufs- und Produktionsbedingungen (Renewable Portfolio Standards) vorliegen. Dies ist zwar später als von Branchenkennern erhofft, aber ein Fortschritt.

Der Rest der fiskalischen sowie die nicht fiskalischen Anreize wie beispielsweise der Renewable Energy Market als Teil der bereits bestehenden allgemeinen Strombörse Wholesale Electricity Spot Market (WESM) auf der Strom frei gehandelt wird sollen dann Ende 2011 zur Verfügung stehen.

Dr. Günter Matschuck, President von Maschinen & Technik (MATEC) und First Vice President der German-Philippine Chamber of Commerce and Industry, der über eine dreißigjährige Erfahrung in der Energiebranche auf den Philippinen verfügt, bezeichnet den Renewable Energy Act als phantastisches Gesetz, das stark von den deutschen Erfahrungen geprägt worden sei. Die Verspätung bei den Einspeisevergütungen habe die große Euphorie derzeit jedoch etwas gebremst. Er geht davon aus, dass der Schub für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien nun erst 2012 einsetzen wird.

Der neue Philippine Energy Plan (PEP) sieht bei der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien bis 2030 eine Verdoppelung der installierten Kapazität von derzeit mehr als 5 GW auf über 10 GW vor. Im Jahr 2009 steuerten die erneuerbaren Energien einen Beitrag von etwas mehr als einem Drittel zur gesamten installierten Kapazität im Stromsektor bei. Wasserkraft und Geothermie sind am weitesten fortgeschritten, auch was die technologischen Erfahrungen der einheimischen Unternehmen anbelangt. Bei der Erzeugung von Strom mit geothermischen Ressourcen sind die Philippinen sogar weltweit auf Rang zwei, übertroffen nur noch von den USA. Die Segmente Wind, Sonne sowie Biomasse stehen hingegen noch relativ am Anfang der Entwicklung.

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Der gesamte Artikel kann über u.a. Link abgerufen werden.

Quelle: gtai