Das kroatische Arbeitsministerium hat einen Sozialplan zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Armut vorgelegt. Laut der kroatischen Zeitung Jutarnji List hat das neueste EU-Mitglied die Finanzierung des Projekts bei der EU-Kommission beantragt. Bis 2020 will Kroatien 1,5 Mrd EUR beziehen. Der Aktionsplan sieht unter anderem die Verbesserung des Bildungsangebots vor. Die Beschäftigung der 20- bis 64- Jährigen fiel in Kroatien in den vergangenen fünf Jahren von knapp 63 auf knapp 54%. Der EU-Schnitt beträgt 69%. Die größten Schwierigkeiten, Arbeit zu finden, haben junge und ältere Menschen. Letztere werden oftmals in die Frühpension gedrängt. Die Beschäftigungsrate der jungen Generation liegt bei 35%. Generell soll sich das Bildungsangebot verbessern, um den Anforderungen der Wirtschaft zu entsprechen, so der Plan. Selbstständigkeit soll gefördert werden. Fast ein Drittel der Bevölkerung ist armutsgefährdet, bessere Sozialhilfemodelle sollen dem entgegenwirken.


