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Griechenland

Preise für griechische Ferienimmobilien sinken weiter


Kaum Inlandsnachfrage / Vielfältiges Angebot

Athen (gtai) - Rund 50.000 neue Ferienimmobilien stehen Investoren in Griechenland zur Auswahl. Während die Hellenen selbst immer schon gern ein Ferienhaus oder eine Wohnung am Meer besaßen, entwickelte sich der Markt für Ausländer im Vergleich zu anderen europäischen Mittelmeerländern relativ spät. Europäische und asiatische Käufer interessieren sich besonders für Standorte auf den Inseln. Hauptsächlich werden Immobilien zwischen 80 und 120 qm in Meeresnähe gesucht.

Die aktuelle Wirtschaftskrise erfasste auch die griechische Bauwirtschaft, die große Einbrüche verbuchen musste. Auch Ferienimmobilien sind betroffen. Wegen nachlassender inländischer Nachfrage sinken die Preise, was den Markt attraktiver macht. Kostenmäßig kann Griechenland allerdings nicht mit der Türkei konkurrieren.

Im Jahr 2011 rutschten die Preise für Ferienwohnungen um 20 bis 50% im Vergleich zu 2008 ab. Auch 2012 setzt sich dieser Trend fort, allerdings im geringeren Maße. Insbesondere große und teure Immobilien verlieren an Wert, hier werden auch die günstigsten Angebote registriert. "Im Vorsommer können Interessenten bessere Preise erzielen", meinte Terina Kalogeropoulou Armenaki, Immobilienberaterin bei Stahi S.A. Real Estate Development and Management.

"Viele Eigentümer sehen sich, aufgrund der Wirtschaftslage und der hohen Steuern zum Verkauf gezwungen, von daher gibt es sicher attraktive Angebote", äußerte sich Ira Vonderthann, Architektin und Partnerin im Architekturbüro doxiadis+. Allerdings wirkte die politische und wirtschaftliche Unsicherheit der letzten Monate dieser Entwicklung entgegen. Investoren reagieren eher zurückhaltend, stellen Marktexperten fest. Das Steuersystem, das Eigentümer stark belastet, hält ebenfalls von einem Kauf ab, so Panajiotis Vlassis, Bauingenieur im Büro Panagiotis Vlassis und Partner.

Die Nachfrage gilt hauptsächlich Wohnungen und Häusern zwischen 80 und 120 qm in Meeresnähe. In letzter Zeit liegt der Schwerpunkt auch auf Ferienimmobilien in luxuriösen Hotel- und Wohnanlagen. Auch Grundstücke über 20.000 qm am Meer oder in den Bergen bleiben interessant.

Griechenland kann alle Ferienwünsche erfüllen, meint Terina Kalogeropoulou Armenaki und erklärt: "Jugendliches Publikum zieht Paros und Mykonos vor, da dort Vergnügungs- und Sportmöglichkeiten geboten werden. Romantiker kaufen eher etwas auf Santorin, Patmos und Milos. Naturliebhaber bevorzugen Kreta. Künstler lieben die grüne Natur der Sporaden und in Chalkidiki. Auch die Inseln des Saronischen Golfs, sowie Küstenbezirke auf Euböa und dem Peloponnes sind attraktiv für Investoren.

Insbesondere Nordeuropäer, wie Deutsche, Norweger, Holländer und Engländer, kaufen griechische Ferienwohnungen. In den letzten Jahren zeigen auch Russen großes Interesse an einer Investition im Süden, wobei Zypern bis jetzt den Vorrang hatte.

"Der potentielle Käufer einer Immobilie in Griechenland sollte für die Klärung der Eigentumsverhältnisse einen kompetenten Rechtsanwalt einschalten. In vielen Gegenden gibt es noch kein Katasteramt, so sind komplizierte Verfahren nicht auszuschließen", meint Ada Strogilaki, Partnerin der MStR Law Firm und fügte hinzu: "Auch steuer- und baurechtlich sollte der Investor gut informiert sein. Der Eigentümer einer Immobilie muss eine griechische Steuererklärung ausfüllen, die Immobilie muss inzwischen über einen Energieausweis verfügen und ein Bauingenieur muss die Einhaltung der Bauvorschriften bestätigen".

Der Bau eines Feriendomizils bietet eine Alternative, die Interessenten bei ihrer Standortwahl berücksichtigen. Dies gilt insbesondere bei den aktuell sinkenden Baukosten, regt Ira Vonderthan an.

Quelle: www.gtai.de