Als die drei größten ausländischen Handelskammern in der Tschechischen Republik, die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer, die Französisch-Tschechische Handelskammer und die Italienisch-Tschechische Industrie- und Handelskammer, sind wir tief besorgt, nachdem das tschechische Abgeordnetenhaus den Gesetzentwurf Nr. 6922 über die obligatorischen Quoten für einheimische Lebensmittel in Geschäften in seiner Abstimmung gebilligt hat.
Wir können keinen Nutzen in der Einführung der obligatorischen Quoten erkennen, negative Auswirkungen sehen wir jedoch gleich mehrere. Erstens steht der Gesetzentwurf im Widerspruch zum EU-Recht und zu den Prinzipien des freien Binnenmarktes. Gleichzeitig widerspricht es den Interessen tschechischer Bürger, da mit einer reduzierten Angebotsvielfalt zu rechnen ist und auch einer Beeinträchtigung der natürlichen Preisgestaltung durch den freien Markt. Zudem ist teilweise mit leeren Regalen zu rechnen, da die nationale Produktion für viele Produkte nur 20, 30 oder 40 % des Bedarfs abdeckt.


