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Brasilien

Privater Gesundheitssektor wächst in Brasilien trotz Krise


Epidemien als Impuls - Mangelnde Abwasserentsorgung ist Ursache vieler Krankheiten
Von Oliver Döhne

São Paulo (GTAI) - Zika, Dengue, Chikungunya, H1N1 - der Ausbruch mehrerer Epidemien stellt Brasiliens Gesundheits- und Sanitärsystem vor große Herausforderungen. Zudem senkt die Wirtschaftskrise die Zahl der privaten Zusatzversicherungen und damit die Nachfrage nach Medizintechnik in der privaten Gesundheitsfürsorge. Gleichzeitig verfügt Brasilien aber über einen aufnahmefähigen Pharmamarkt, ein großes öffentliches Gesundheitssystem, erstklassige medizinische Dienstleister und eine alternde Gesellschaft.

Während fast alle Branchen gemeinsam mit der Gesamtwirtschaft in die Krise stürzten, zeigte sich das Gesundheitswesen lange immun. Doch nun muss der Staat als wichtigster Abnehmer drastische Kürzungen vornehmen. Mit der steigenden Arbeitslosigkeit verloren 2015 und 2016 rund 3 Mio. Menschen ihre private Krankenversicherung. Zudem sind in Brasilien seit 2015 die Fälle von Zika, Dengue und Chikungunya in die Höhe geschnellt und haben das Land in die vorderste Front der Epidemiebekämpfung gestoßen. Auch die Anzahl von Krebsdiagnosen ist in den vergangen Jahren angestiegen. Im Jahr 2014 wurde die Krankheit bei 1,2 Mio. Menschen diagnostiziert. Besonders Brust- und Hautkrebsfälle treten vermehrt auf.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest