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Tschechische Republik

Produktmärkte in der Tschechischen Republik 2017


Automobilbranche bleibt das Zugpferd / Bauwirtschaft wartet auf Projekte im neuen Jahr / Von Gerit Schulze

Prag (GTAI) - Tschechiens Industrie fährt weiter mit Volldampf, allerdings nur dank der Automobilindustrie. In anderen Sektoren wie der Chemieproduktion gab es zuletzt starke Rückgänge. Die Auftragsbücher sind ebenfalls nur bei den Fahrzeugherstellern voll. Dagegen gingen 2016 in der Metallurgie, Pharmabranche oder bei Herstellern elektrischer Ausrüstungen weniger Neubestellungen als im Vorjahr ein. Für 2017 ist wieder mit besseren Zahlen zu rechnen, da die Investitionen der Unternehmen zulegen dürften.

Maschinenbauindustrie: Personalmangel zwingt zu Automatisierung

Die Aussichten für Maschinenbauprodukte sind günstig. Durch den enormen Fachkräftemangel sind die Industriebetriebe gezwungen, verstärkt in Automatisierung zu investieren. Zugleich sind Lösungen für Industrie 4.0 gefragt, besonders in der Autoproduktion als wichtiger Abnehmerbranche. Viele Neuaufträge haben Tschechiens Anlagenbauer in den kommenden Monaten im Bereich Kraftwerksausrüstungen und Schienenfahrzeuge abzuwickeln. Erhöhten Bedarf nach Maschinen haben die führenden Baukonzerne angekündigt, da große Infrastrukturbauten anstehen. Laut CEEC Research sind die Produktionskapazitäten des Maschinenbaus zurzeit zu rund 90% ausgelastet, der Auftragsbestand reicht für ein halbes Jahr. Zunehmend Interesse an einer Übernahme tschechischer Maschinenbauer zeigen chinesische Investoren.

Chemieindustrie: Viele Neuinvestitionen trotz sinkender Umsätze

Die Chemiebranche steckt in der Krise. In den ersten drei Quartalen 2016 sind nicht nur die Umsätze der Chemikalienhersteller um fast ein Fünftel geschrumpft, auch die Aufträge lassen keine Trendwende erkennen. Bis September gingen 18% weniger Neubestellungen als im Vorjahreszeitraum ein. Bei den Pharmaherstellern stagnierte der Ordereingang. Dennoch laufen zahlreiche Investitionsvorhaben: Unipetrol will die Tochterfirma Spolchemie ökologisch modernisieren und lässt Kessel der Ethylenanlage Litvinov austauschen. Synthesia saniert ein Heizkraftwerk in Pardubice und will die Produktion von Pflanzenschutzmitteln erhöhen. Die Firma Ethanol Energy plant eine Bioethanolproduktion in Mittelböhmen. Die fränkische Schwan Cosmetics hat den Bau einer Fabrik für Kosmetika in Tschechien angekündigt.

Weitere Informationen unter:

http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Maerkte/suche,t=produktmaerkte-in-der-tschechischen-republik-2017,did=1595468.html

Quelle: GTAI