Das rumänische DRS-System (Deposit Return System) nutzt eine Softwarelösung von Sensoneo, einem Technologieunternehmen mit Sitz in der Slowakei. Die Software dient als Basis für das gesamte System, da sie alle Beteiligten einbindet und Daten aus allen Quellen innerhalb der Prozesskette sammelt. Die Pfandrücknahmesysteme erhöhen die Sauberkeit des gesammelten Materials, was zu einer Kreislaufwirtschaft und einer Verringerung der CO₂-Emissionen führt. Das rumänische System gilt für Getränkebehälter aus Kunststoff, Glas und Metall mit einem Volumen von 0,1 bis 3 Litern. Das Pfand pro Flasche beträgt 0,5 rumänische Lei (etwa 0,1 €).
Alle juristischen Personen, die Getränke in Einwegbehältern herstellen, einführen oder verkaufen, sind verpflichtet, sich an dem System zu beteiligen. Der offizielle Start des Pfandrückgabesystems ist für den 30. November 2023 vorgesehen. Das rumänische Pfandrückgabesystem soll sich weltweit als das umfassendste integrierte System etablieren, das sich durch seine bemerkenswerte Komplexität auszeichnet.
Betreiber des Systems ist RetuRO, ein Konsortium, das sich aus einer Kombination von privaten Unternehmen (Verbände von Getränkeherstellern und Einzelhändlern) und einer geringen öffentlichen Beteiligung (durch das rumänische Ministerium für Umwelt, Gewässer und Wälder) zusammensetzt. RetuRO wird jährlich etwa sieben Milliarden Getränkeverpackungen verwalten, um die Verbesserung eine der niedrigsten Recyclingquoten in Europa zu erreichen.
Sensoneo verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit Pfandrückgabesystemen und ist derzeit der einzige DRS-Integrator, der in fünf europäischen Ländern tätig ist. Neben Rumänien dient die DRS-IT-Lösung von Sensoneo als zentrale Infrastruktur für das gesamte DRS-System in der Slowakei, Malta, Irland und Ungarn.


