Zwischen Russland und Japan wird die wirtschaftliche Zusammenarbeit spürbar enger. Russland ist dabei vor allem an Technologietransfer und Finanzierungen interessiert. Japan sieht wiederum den russischen Fernen Osten als einen interessanten Markt für den Export seiner Industriegüter und Dienstleistungen. Auch zur Deckung des Bedarfs an Rohstoffen, Energieträgern und im wachsenden Maße an Agrargütern schlägt die japanische Seite Projekte vor.
Auf dem "2. Östlichen Wirtschaftsforum" Anfang September 2016 in Wladiwostok unterzeichneten Russland und Japan 18 Vereinbarungen im Wert von 1,3 Mrd. US$. Japan trat mit der zahlenstärksten Delegation auf: Japan 246 Teilnehmer, China 227 Teilnehmer, Korea (Rep.) 128 Teilnehmer. Es kamen mehr und hochrangigere Vertreter von Politik und Wirtschaft aus Japan als aus allen anderen Pazifikstaaten. Selbst die umfangreiche Delegation aus der VR China konnte da nicht mithalten. Zur Aufwertung der japanischen Teilnahme trug der japanische Premierminister Shinzo Abe bei, der eigens anreiste und mit einer betont freundlich gehaltenen Grundsatzrede für ein positives Gesprächsklima sorgte.


