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Brasilien

São Paulo baut öffentlichen Personennahverkehr aus


Transportkapazität soll um bis zu 50% erweitert werden

DieInvestitionen in den öffentlichen Personennahverkehr in der MetropoleSão Paulo werden sich nach Angaben der Wirtschaftszeitung Gazeta Mercantil bis2010 auf insgesamt R$ 19 Mrd. belaufen. Mit den Finanzmitteln will dieLandesregierung besonders den Schienenpersonennahverkehr weiterausbauen und modernisieren. Die Transportkapazität soll in denkommenden Jahren erheblich ausgebaut werden.

Diedrei Gesellschaften Companhia do Metropolitano de São Paulo (Metrô),Companhia Paulista de Trens Metropolitanos (CPTM) und EmpresaMetropolitana de Transportes Urbanos (EMTU) befördern zusammen 8 Mio. Passagiere pro Tag. Fachleute erwarten, dass die Kapazität bis 2010 um bis zu 50% erweitert werden könnte.

DieGesellschaft CPTM transportiert täglich mit insgesamt 110Nahverkehrszügen und S-Bahnen 1,8 Mio. Passagiere. Knapp 50% desVerkehrsaufkommens entfällt auf die drei Stationen Brás, Luz und BarraFunda. Dort liegt die Zahl der Passagiere bei 300 Tsd., 235 Tsd. bzw.250 Tsd. Pro Tag.

DasStreckennetz von CPTM hat eine Länge von knapp 300 km. Bis 2010 werdenmehrere Teilstrecken mit einer Gesamtlänge von 160 km modernisiert. DerAbstand zwischen den einzelnen Zügen soll auf fünf Minuten verkürztwerden.

DieMetro São Paulos wurde 1968 gegründet und zählt weltweit zu densaubersten und modernsten U-Bahnen. Obwohl noch zahlreiche Stadtteilenicht in das Streckennetz miteingebunden sind, ist es dasumfangreichste Brasiliens. Es besteht aus vier Linien mit einer

Gesamtlängevon 62 km. Eine fünfte Linie wird z.Zt. gebaut. Gemessen amStreckennetz nimmt die Metro São Paulos weltweit den 41. Rang ein.

Inden kommenden beiden Jahren sollen die zwei Linien ausgebaut underweitert werden. Darüber hinaus will die Betreibergesellschaft neueZüge erwerben. Damit soll der Abstand zwischen den Zügen verkürzt unddas Verkehrsaufkommen erhöht werden.

Quelle:Eine Gemeinschaftspublikation der Deutsch- BrasilianischenAuslandshandelskammern und der Bundesagentur für Außenwirtschaft(bfai), Nr 30, 05. August 2008.