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Mexiko

Schwacher Konsum belastet Mexikos Nahrungsmittelindustrie


Exportgeschäft läuft jedoch weiterhin gut / Von Florian Steinmeyer (Juli 2019)

Mexiko-Stadt (GTAI) - Mittelfristig bleibt Mexiko ein Wachstumsmarkt. Die Nahrungsmittelindustrie soll von 2019 bis 2023 um jahresdurchschnittlich rund 5 Prozent zulegen.

Das schlechtere Konsumklima dürfte 2019 auf die Nahrungsmittelindustrie durchschlagen. Nachdem die Umsätze in Supermärkten in den beiden Vorjahren real um jeweils 3 Prozent stiegen, geht der Einzelhandelsverband Antad (Asociacion Nacional de Tiendas de Autoservicio y Departamentales) für das laufende Jahr von einer Stagnation aus.

Zu Beginn der Amtszeit des neuen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador im Dezember 2018 gingen Analysten noch von einer positiven Konsumentwicklung für 2019 aus. Diese Einschätzung hat sich mittlerweile jedoch stark gewandelt: Sowohl die oft unkoordiniert wirkende Wirtschaftspolitik der neuen Regierung als auch Zollandrohungen von Seiten der USA haben die Konjunkturaussichten stark eingetrübt.

Mittelfristig bleibt Mexiko aufgrund des Bevölkerungswachstums und des konstant steigenden Einkommensniveaus jedoch ein Wachstumsmarkt. Das Analyseunternehmen Euromonitor International prognostiziert für den Zeitraum von 2019 bis 2023, dass der Umsatz mit verarbeiteten Lebensmitteln im Jahresdurchschnitt um 5,1 Prozent steigen wird. Die höchsten Wachstumsraten erreichen demnach salzige Snackartikel (+7,4 Prozent), verarbeitete Fleisch- und Fischprodukte (+7,1 Prozent) sowie Eiscreme und gefrorene Desserts (+7,0 Prozent).

Auch die geplanten Förderprogramme für die Landwirtschaft können mittelfristig dafür sorgen, dass der Sektor wettbewerbsfähiger wird. Die neue Regierung will besonders die Kleinerzeuger in den armen südlichen Landesteilen unterstützen. Davon dürfte insbesondere der Anbau von Kaffee, Zuckerrohr und Früchten profitieren.

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Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest