Starker Franken belastet den exportorientierten Sektor
Bonn/Zürich (GTAI) - Die chemische Industrie ist in der Schweiz die bedeutendste Exportbranche, der Anteil des Pharmasektors wächst kontinuierlich. Die inländische Bruttowertschöpfung chemischer Erzeugnisse betrug 2015 laut offizieller Statistik 5 Milliarden, die des Pharmabereichs 22 Milliarden sowie der Kunststoffindustrie 2,3 Milliarden Euro. Aufgrund der starken Aufwertung des Franken tut sich die Branche auch 2017 weiterhin schwer. Die meisten Unternehmen sind mit Investitionen zurückhaltend.
Die Schweizer Chemiebranche hat sich von der Aufwertung des Schweizer Franken Anfang 2015 (um rund 20 Prozent) auch im September 2017 noch nicht wirklich erholt. Die stark exportorientierte Branche liefert fast 50 Prozent ihrer Produktion in den Euroraum und musste entsprechende Preis- beziehungsweise Margenrückgänge verkraften. Erst im 2. Quartal 2017 war ein Anziehen von Umsatz und Produktion in nennenswertem Umfang in der Statistik abzulesen - das erste Mal seit 2014. Im Jahresverlauf 2017 hat der Franken indes leicht abgewertet, ein Trend der laut Konjunkturbeobachtern allen Industriebranchen Entlastung bringt und sich voraussichtlich kurz- und mittelfristig nicht umkehren wird.
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