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Singapur

Singapur erwartet weiterhin hohe Investitionen


Investitionsgenehmigungen blieben 2017 auf hohem Niveau / Zustrom aus China nahm stark zu / Von Rainer Jaensch

Singapurs Wirtschaftsförderer blicken mit vorsichtigem Optimismus auf die Investitionen 2018. Nachdem 2017 die Genehmigungen hierfür ein ähnlich hohes Niveau wie im Vorjahr erreichten, soll es so weiter gehen. Die globale Erholung hilft hierbei. Für eine gewisse Verunsicherung sorgt jedoch die Unternehmenssteuerreform in den USA. Zu den Hauptmagneten in Singapur zählen die elektronische und chemische Industrie sowie der Aufbau regionaler Büros.

Investoren pumpen weiterhin Milliardenbeträge in Singapurs Wirtschaft. So ließen sie sich 2017 Anlageinvestitionen in Höhe von 7,2 Milliarden US-Dollar (US$) und damit 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr genehmigen. Dies ermittelte der staatliche Wirtschaftsförderer Economic Development Board (EDB) und prognostiziert für 2018 einen Korridor von 6,1 Milliarden bis 7,6 Milliarden US$. Damit bleibt der Investitionsausblick des EDB vorsichtig optimistisch, getragen von der anhaltenden Erholung der Weltwirtschaft und dem kräftigen Wachstum in Asien. Eine gewisse Unsicherheit resultiert aus der Senkung der Unternehmenssteuern in den USA, die zu einer Umlenkung von Investitionen führen kann.

Größter Investor im Stadtstaat sind schließlich Unternehmen aus den USA, die 2017 immerhin 38,3 Prozent der Genehmigungen ausmachten. Danach folgte Europa mit 28,7 Prozent sowie China, Japan und lokale Firmen mit jeweils 9,6 Prozent. Dabei holten vor allem chinesische Investoren gegenüber dem Vorjahr, als der Anteil noch bei 1,1 Prozent lag, immens auf. Dies lag jedoch vor allem am starken Engagement der chinesischen Firma Envision Energy im Bereich sauberer Energie im Jahr 2017.

Die beiden größten verarbeitenden Industriezweige, die elektronische und die chemische Industrie, ziehen weiterhin einen Großteil der Investitionsgenehmigungen an. Zunehmend gefragt ist die Herstellung von Präzisionsmaschinen und -komponenten. Auch für den Aufbau regionaler Büros sowie Geschäftsdienstleistungen einschließlich Forschung und Entwicklung wird der Stadtstaat zunehmend interessanter.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest