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Singapur

Singapur schaltet auf smarte Elektrizitätsverteilung um


Intelligente Zähler, Energiespeichersysteme und Datenübertragung sind gefragt / Stadtstaat setzt auf Kooperationen mit dem Ausland / Von Rainer Jaensch

Singapur (GTAI) - In Singapur lautet die Devise nicht in erster Linie, mehr Elektrizität zu erzeugen, sondern sie bedarfsgerechter zu verteilen. Hierbei kommen genau kalibrierte Komponenten und Technologien zum Einsatz. Das intelligente Netz reicht von der innovativen Elektrizitätserzeugung im schwimmenden Solarpark über automatisierte Schwachstellenauffindung bis hin zu schlauen Zählern. Öffentliche Versorger und andere lokale Unternehmen arbeiten hierbei mit ausländischen Technologieanbietern zusammen.

Für den Bau neuer Kraftwerke stehen in Singapur keine großen Investitionen an, denn die bestehenden Kapazitäten reichen aus. Ein wichtiges Thema ist jedoch die Maximierung der Energieeffizienz durch den Einsatz intelligenter Verteilnetzkomponenten wie Smart Meter, Meter Data Management-Lösungen, Energiespeicher und Micro-Grids, die allesamt im Rahmen eines Smart Grid ausgesteuert werden. Dieses erklärte Dr. Armin Bruck, Präsident und CEO der Siemens Pte. Ltd. Singapur, im Gespräch mit Germany Trade & Invest.

Ziel ist es, die Verbrauchsspitzenzeiten und die unterausgelasteten Zeiten auszubalancieren, idealerweise unter Hinzunahme regenerativer Energiequellen wie der Solarkraft. Schließlich will der Stadtstaat sein beim Pariser Klimagipfel gesetztes Ziel, die Emissionsintensität bis 2030 um 36% gegenüber dem 2005er Niveau zu reduzieren, erreichen.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest